Validierung der onkologischen Bedeutung der Serummarker PINP (N-terminales Propeptid vom Typ I Prokollagen) und ICTP (C-terminales Telopeptid vom Typ I Kollagen) beim Prostatakarzinom

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Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/73925
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-739255
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-15333
Dokumentart: Dissertation
Erscheinungsdatum: 2017
Sprache: Deutsch
Fakultät: 4 Medizinische Fakultät
Fachbereich: Medizin
Gutachter: Schwentner, Christian (Prof. Dr.)
Tag der mündl. Prüfung: 2016-11-23
DDC-Klassifikation: 610 - Medizin, Gesundheit
Schlagworte: Prostatakrebs
Freie Schlagwörter: Prostatakarzinom
Serummarker
ICTP
PINP
Knochenmetastasen
Lizenz: http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_mit_pod.php?la=de http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_mit_pod.php?la=en
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Inhaltszusammenfassung:

Patienten mit PC können im Verlauf Knochenmetastasen entwickeln, welche die Prognose sowie die Lebensqualität maßgeblich beeinflussen (4). Um derartige Prozesse rechtzeitig erkennen und behandeln zu können, ist die Entwicklung geeigneter Serummarker für den Knochenmetabolismus von Bedeutung (94). Marker wie PINP und ICTP wurden diesbezüglich mehrfach untersucht. Ihr Stellenwert in der klinischen Routine des PC bleibt jedoch weiterhin unklar. Ziel dieser Studie war es deshalb, das diagnostische und prognostische Potential der Serummarker für den Knochenstoffwechsel ICTP und PINP am eigenen Kollektiv bei Patienten mit PC zu untersuchen sowie deren Zusammenhang mit dem onkologischen Outcome zu validieren. Hierfür wurden diese Serummarker mittels RIA und ELISA (Firma Orion Diagnostica Oy, Finnland) bei insgesamt 133 Prostatakarzinompatienten mit und ohne Knochenmetastasen retrospektiv untersucht. Die Kontrollgruppe bestand aus 53 Patienten mit BPH. Es konnte von uns ein signifikanter Unterschied zwischen ICTP beim PC und bei der BPH gezeigt werden. Auch schienen die Konzentrationen von ICTP und PINP (RIA) bei Patienten mit PC und Knochenmetastasen signifikant höher zu sein, als bei der Patientengruppe ohne Knochenmetastasen. Ebenso konnte ein Zusammenhang von ICTP (RIA) und dem krebsspezifischen Überleben gezeigt werden. Die Überlebensraten für 2 und 5 Jahre lagen bei Patienten mit ICTP-Konzentrationen ≥ dem Median bei 50% und 33% sowie bei Patienten mit ICTP-Konzentrationen < dem Median bei 75% und52 % und waren damit signifikant geringer. Es konnte Ebenso für ICTP (RIA) und dem Gesamtüberleben ein signifikanter Unterschied gezeigt werden. Somit können ICTP und PINP für die Detektion von Knochenmetastasen beim PC verwendet werden, wobei ICTP zusätzlich eine Aussage hinsichtlich des Gesamtüberlebens sowie des krebsspezifischen Überlebens zulässt. Mit dieser Erkenntnis könnten sowohl ICTP als auch PINP bei Patienten mit fortgeschrittenem PC zu den herkömmlichen diagnostischen Modalitäten hinzugezogen werden. Für die klinische Verwendbarkeit dieser Marker sind jedoch weitere Studien notwendig. Dadurch können Patienten mit einem hohen Risiko für Knochenmetastasen sowie deren Progress rechtzeitig identifiziert und entsprechend therapiert werden.

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