Diagnostische und prognostische Wertigkeit immunologischer Parameter der spezifischen Immunantwort bei Infektionen nach cardiochirurgischem Eingriff

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Zitierfähiger Link (URI): http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-32257
http://hdl.handle.net/10900/45190
Dokumentart: Dissertation
Erscheinungsdatum: 2008
Sprache: Deutsch
Fakultät: 4 Medizinische Fakultät
Fachbereich: Sonstige
Gutachter: Unertl, Klaus (Prof. Dr.)
Tag der mündl. Prüfung: 2003-11-05
DDC-Klassifikation: 610 - Medizin, Gesundheit
Schlagworte: Herzchirurgie , Durchflusscytometrie
Freie Schlagwörter: Infektion , T-Zell-Subpopulationen
Open heart surgery , Cardiopulmonary bypass , T-lymphozyte subsets , Flow cytometry
Lizenz: http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_mit_pod.php?la=de http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_mit_pod.php?la=en
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Inhaltszusammenfassung:

Infektionen nach herzchirurgischem Eingriff mit extrakorporaler Zirkulation stellen eine ernstzunehmende, zum Teil lebensbedrohliche Komplikation des postoperativen Verlaufs dar. Die Kenntnis von Risikofaktoren, die das Auftreten einer Infektion begünstigen, ist daher von großer Bedeutung. Für die Prognose eines Patienten mit postoperativer Infektion ist die frühzeitige Diagnose der Infektion und der rasche Therapiebeginn entscheidend. Eine frühzeitige Diagnosestellung ist jedoch schwierig, kommt es doch durch die extrakorporale Zirkulation zu einer systemischen Entzündungsreaktion mit einem Anstieg der klassischen Entzündungsparameter Temperatur, Leukozyten und CRP. Ziel dieser Arbeit war es deshalb Risikofaktoren zu ermitteln, die das Auftreten einer postoperativen Infektion nach Herzchirurgie begünstigen. Zu überprüfen, ob und ab wann es mit Hilfe der klassischen Entzündungsparameter Temperatur, CRP und Leukozyten möglich ist, eine postoperative Infektion nach extrakorporaler Zirkulation zu erkennen und von der normalen systemischen Inflammation zu unterscheiden. Die Score Systeme APACHE II und MOD auf ihre Tauglichkeit hin zu untersuchen, Patienten mit infektiösen Komplikationen zu erkennen. T-Zell-Subpopulationen mit Hilfe der Durchflußzytometrie zu messen und abzuschätzen, in wieweit sich deren Veränderungen nach Herzchirurgie mit der Entwicklung klinisch relevanter Infektionen korrelieren lassen. Als klare Risikofaktoren erwiesen sich in dieser Arbeit die Transfusion von Blutprodukten sowie die Gabe von Katecholaminen. Die häufig postulierten Risikofaktoren Geschlecht, Alter und Bypasszeit hatten in dem Patientenkollektiv dieser Arbeit keinen Einfluß auf das Auftreten einer Infektion. Außerdem hat sich gezeigt, dass die postoperative Beurteilung des allgemeinen Krankheitsschweregrades durch Score –Systeme wie den APACHE II und den MOD eine Risikostratifizierung im Hinblick auf eine sich anbahnende postoperative Infektion erlaubt. Da die extrakorporale Zirkulation im besonderen zu einer Beeinträchtigung der zellulären Immunität führt, könnte, wie in der Arbeit aufgezeigt, auch die durchflußzytometrische Messung der T-Zellsubpopulationen ein Weg sein, frühzeitig Patienten mit Infektionen zu identifizieren. Auch wenn die statische Signifikanz knapp verpasst wurde (p=0,07), konnte gezeigt werden, dass Patienten mit geringem Anteil aktivierter CD4+ und CD69+ T-Zellen überdurchschnittlich häufig eine Infektion entwickelten.

Abstract:

Septic complications after open heart surgery using extracorporeal circulation can be a serious, life-threatening event. Recognition of risk factors for postoperative infection is very important. Early diagnosis and treatment of infection is of high prognostic importance. But in the early postoperative period it is difficult to differentiate between the normal inflammatory response and infection complications because C-reactive protein, leukocyte counts and body temperature are all usually elevated after cardiac surgery using cardiopulmonary bypass. The purpose of this study was to determine risk factors for postoperative infections. Furthermore to evaluate if there is a possibility to differentiate the systemic inflammatory response from postoperative infection using C-reactive protein, leukocyte counts and body temperature. It was also our aim to examine the score systems APACHE II and MOD with regard to an early prediction of infection. In addition we investigated the range of T-lymphozyte subsets after cardiopulmonary bypass by flow cytometry and tried to determine whether these changes correlate with postoperative infections. Factors significantly associated with an increased risk of postoperative infection in this study were blood transfusion and inotropes. We showed that Score systems like APACHE II and MOD could be useful for a prospective screening of patients after cardiac surgery who are at risk of postoperative septic complication. Even if we just failed the statistical significance, we found an increased risk for postoperative infection in patients with a reduced number of activated CD4+ and CD69+ T-lymphocytes.

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