Referenzwerte respiratorischer Parameter für ambulante Polygraphien im ersten Lebensjahr

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Zitierfähiger Link (URI): http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-48142
http://hdl.handle.net/10900/45644
Dokumentart: Dissertation
Erscheinungsdatum: 2010
Sprache: Deutsch
Fakultät: 4 Medizinische Fakultät
Fachbereich: Sonstige
Gutachter: Poets, C. F. (Prof. Dr.)
Tag der mündl. Prüfung: 2009-11-10
DDC-Klassifikation: 610 - Medizin, Gesundheit
Schlagworte: Schlaf , Säugling , Atmung , Apnoe , Polygraphie , Polysomnographie , Neugeborenes , Plötzlicher Kindestod , Oxygenierung
Freie Schlagwörter: Hypopnoe , Sauerstoffsättigung , SIDS , Seufzer , Atempause
Sleep , Newborn , Desaturation , Apnea , Hypopnea , Polygraphy
Lizenz: http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_mit_pod.php?la=de http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_mit_pod.php?la=en
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Inhaltszusammenfassung:

Es ist eine Vielzahl schlafbezogener Atmungsstörungen bei Säuglingen bekannt, die unbehandelt zu Beeinträchtigungen in der somatischen und neurologischen Entwicklung sowie zu lebensbedrohlichen Ereignissen führen können. Aktuell gilt die Polysomnographie als Goldstandard für Diagnose und Analyse schlafassoziierter Symptome, die bei gegebener Indikation als beaufsichtigte Laboruntersuchung durchgeführt wird. In den letzten Jahren zeigte sich die Notwendigkeit für eine effizientere Alternative, wobei der ambulanten Polygraphie zusehends mehr Bedeutung zugesprochen wurde. Bis zum jetzigen Zeitpunkt gibt es nur wenige Studien, die das Potential der ambulanten Polygraphie beim Säugling erörtert haben und einheitliche Normwerte liegen bislang nicht vor. Ziel der vorliegenden Studie ist es, Referenzwerte differenzierter respiratorischer Parameter für ambulante Polygraphien in den ersten drei Lebensmonaten des Säuglings zu ermitteln, um damit einerseits eine Alternative zur stationären Polysomnographie zu bieten und andererseits die Früherkennung schlafbezogener Atmungsstörungen zu erleichtern. Zu diesem Zweck wurden, mit Hilfe des Polygraphen Embletta PDS, an 36 reifen gesunden Säuglingen insgesamt 69 ambulante Schlafuntersuchungen in der 3.–4. (PG1) und 10.–12. Lebenswoche (PG2) durchgeführt und manuell ausgewertet. Bei den 12- bis 13-stündigen Polygraphien wurden jeweils der nasale Luftstrom, die thorakalen und abdominalen Atembewegungen, die arterielle Sauerstoffsättigung und die Herzfrequenz erfasst. Primäre Zielparameter der Analyse bildeten die Indices für zentrale Apnoen (CAI), gemischt-obstruktive Apnoen (MOAI), zentrale Apnoen und Hypopnoen zusammen (CAHI) und für gemischt-obstruktive Apnoen und Hypopnoen zusammen (MOAHI). Im Vergleich PG1 versus PG2 zeigen sich die Ergebnisse wie folgt: CAI 29,9 vs. 20,6; MOAI 1,8 vs. 1,0; CAHI 30,0 vs. 20,6; MOAHI 3,2 vs. 1,4. Die Reduktion der jeweiligen Ereignisse von der ersten zur zweiten Polygraphie war in allen Fällen hochsignifikant. Im Rahmen der einfachen Schlafdiagnostik erwies sich die ambulante Polygraphie als praktikable und effiziente Alternative zur stationären Polysomnographie. Ihr Potential ist in der Vor-Diagnostik schlafassoziierter Atmungsstörungen zu sehen, die zukünftig die Indikationsstellung für eine umfangreiche stationäre Polysomnographie erleichtern kann.

Abstract:

This study aimed a foundation of references for breathing patterns during sleep in newborns. About 69 ambulant polygraphies were done on newborns in the 3rd to 4th and 10th to 12th weeks of life. The researched paramters were numbers per hour of central apneas (CAI), of mixed-obstructive apneas (MOAI), of central apneas und hypopneas (CAHI) and of mixed-obstruktive apneas and hypopneas (MOAHI). Comparing the two different groups of polygraphies following results were shown: CAI 29,9 vs. 20,6; MOAI 1,8 vs. 1,0; CAHI 30,0 vs. 20,6; MOAHI 3,2 vs. 1,4. The decreasing number of events was highly significant for all parameters.

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