Konsequenz von Fernröntgenseitenbildern auf die Therapieentscheidung bei Frühbehandlungen in der Kieferorthopädie

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Zitierfähiger Link (URI): http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-62594
http://hdl.handle.net/10900/45978
Dokumentart: Dissertation
Erscheinungsdatum: 2012
Sprache: Deutsch
Fakultät: 4 Medizinische Fakultät
Fachbereich: Zahnmedizin
Gutachter: Berneburg, M. (PD Dr.)
Tag der mündl. Prüfung: 2010-11-05
DDC-Klassifikation: 610 - Medizin, Gesundheit
Schlagworte: Kieferorthopädie , Fernröntgenseitenbild
Freie Schlagwörter: Frühbehandlung
Early treatment , Orthodontics , Lateral cephalogram
Lizenz: http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_mit_pod.php?la=de http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_mit_pod.php?la=en
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Inhaltszusammenfassung:

Um die Konsequenz von Fernröntgenseitenbildern auf die Therapieentscheidung bei Frühbehandlungen in der Kieferorthopädie zu untersuchen, wurden die Modelle, Fotos und Röntgenbilder von sechs Patienten der Poliklinik für Kieferorthopädie des ZZMK der Universitätsklinik Tübingen herangezogen. Auswahlkriterium der Patienten war die Klassifizierung einer Frühbehandlung durch Einstufung des kieferorthopädischen Behandlungsbedarfs anhand der kieferorthopädischen Indikationsgruppen (KIG). Als Auschlusskriterium galten kraniofaziale Anomalien. Die Untersuchung und Anfertigung der diagnostischen Unterlagen der Patienten erfolgte vor Beginn der späten Phase des Zahnwechsels. Der jüngste Patient war bei Behandlungsbeginn 5 Jahre und 2 Monate alt, der älteste 8 Jahre und 4 Monate. Das Durchschnittsalter lag bei 7 Jahren und 2 Monaten. Insgesamt nahmen 47 von 234 befragten Kieferorthopäden an beiden Umfragerunden teil. Sie sollten eine Therapieplanung für die sechs Patienten zu zwei Zeitpunkten T1 und T2 durchführen. Diese 47 Kieferorthopäden wurden auf drei Gruppen: A,B und C verteilt. Um den Einfluss von Fernröntgenseitenbildern auf die Therapieentscheidung der Kieferorthopäden zu untersuchen, unterschieden sich die Gruppen dadurch, dass zu T1 und zu T2 nicht jeder Gruppe die Fernröntgenseitenbilder zusätzlich zu den anderen Diagnostikunterlagen vorlagen. Die Therapiebögen wurden bezüglich Änderungen und Übereinstimmungen der Therapieplanung vom ersten zum zweiten Zeitpunkt analysiert. Die Auswertung zeigte nur zwei signifikante Änderungen der Therapieplanungen von T1 zu T2. Diese beiden Änderungen traten bei transversalen Therapieoptionen auf. Ein Fernröntgenseitenbild liefert keine Informationen über transversale Verhältnisse, weil diese im Fernröntgenseitenbild nicht zu beurteilen sind. Daher konnte bei beiden signifikanten Therapieänderungen das Fernröntgenseitenbild nicht der ausschlaggebende Faktor für diese signifikanten Änderungen gewesen sein. Alle weiteren Ergebnisse zeigten keine signifikanten Änderungen der Therapieplanung von T1 zu T2. Folglich haben Fernröntgenseitenbilder keine Konsequenz auf die Therapieentscheidung von Frühbehandlungen in der Kieferorthopädie und sollten nicht routinemäßig bei solch einem jungen Patientenklientel angefertigt werden.

Abstract:

To investigate the consequence of lateral cephalograms on the treatment decision for early treatment in orthodontics, were the models, photographs and X-ray images taken from six patients of the Department of Orthodontics of the University Hospital of Tübingen ZZMK. Criterion for selection of patients, the classification of early treatment by classification of orthodontic treatment need using the orthodontic indication groups (ISCG) was. Exclusion criteria were as craniofacial anomalies. The investigation was made and the diagnostic records of the patients before the start of the late stage of the dentition. The youngest patient was 5 years old at baseline and 2 months, the oldest 8 years and 4 months. The average age was 7 years and 2 months.A total of 47 of 234 respondents participated in both orthodontists survey rounds. They should carry out a treatment plan for the six patients at two time points T1 and T2. These 47 orthodontists were in three groups: A, B and C distributed. To investigate the influence of lateral cephalograms on the treatment decision of Orthodontists, the groups differed in that in addition to T1 and T2 for each group, not the lateral cephalograms were available to the other diagnostic materials. The therapy forms were analyzed with respect to changes and similarities of the treatment planning from first to second stage. The analysis showed only two significant changes in treatment plans from T1 to T2. These two changes have occurred in transverse therapeutic options. A lateral cephalogram provides no information about transverse relationships, because they are not to judge the lateral cephalogram. Therefore lateral cephalograms could not have been the decisive factor for the significant changes in these two significant changes to the treatment. All other findings showed no significant changes in treatment planning from T1 to T2. Consequently, lateral cephalograms are of no consequence to the treatment decision of early treatment in orthodontics and should not be made routinely at such a young patient clientele.

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