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Environmental Politics and the Human Being : A New Interdisciplinary Perspective on Motivational Processes and Sustainable Change Behaviour

Never before has the world been globalized to such an extent, which results in a rapid exploitation of global commons and natural resources and has cross-border effects on biological diversity and climate change. As a consequence, there is a new urgency in making global cooperation in environmental politics work. Although there is a broad consensus that systemic change is needed, progress towards the latter—first, through corresponding global agreements and, second, through effective implementation of those policies at home—seems to lag behind expectations. How can these gaps be explained? And how can new scientific insights help to make environmental politics more effective? Notwithstanding the importance of non-behavioural factors as explanations from the 'outside', the author argues that explanations also have to focus on the 'inside', i.e. individual motivation. The key interest is to better understand the motivational process of individuals who are willing to undergo sustainable change behaviour and to conceptualize the results for further research. This turns human behaviour into an important risk factor in global cooperation and cognition into its relevant feature. This work is on conceptualization with a qualitative methodology and is structured as follows: In order to better grasp the meaning of 'poor' systemic change through environmental politics, the introductory part describes global cooperation as a system and identifies three cognitive blindspots, which need further analysis. As a corresponding literature review proves rich in insights but is too implicit for the further analysis, the author provides her own scheme through which the motivational process is sequenced and linked to the system around the individual. This allows new perspectives on how to discuss change behaviour in globally initiated knowledge production, learning and trial and error adaptations. The conclusions consider what the results obtained so far imply for further research on environmental politics.
Die Welt ist globalisiert wie nie zuvor, was zu einer raschen Ausbeutung globaler Allmendegüter und natürlicher Ressourcen führt und grenzüberschreitende Auswirkungen auf die biologische Vielfalt und den Klimawandel hat. Dadurch ergibt sich eine neue Dringlichkeit, globale Zusammenarbeit in der Umweltpolitik erfolgreich zu gestalten. Obwohl es einen breiten Konsens gibt, dass systemische Veränderungen notwendig sind, scheint der Fortschritt hinter den Erwartungen zurückzubleiben, was erstens entsprechende globale Vereinbarungen betrifft und zweitens deren effektive Umsetzung im jeweiligen Heimatland. Wie lässt sich diese Diskrepanz erklären? Und wie können neue wissenschaftliche Erkenntnisse dazu beitragen, Umweltpolitik wirksamer zu machen? Unbestritten der Bedeutung, die 'äußeren' und somit verhaltensunabhängigen Einflussfaktoren zukommt, argumentiert die Autorin, dass auch 'innere' Einflussfaktoren wie die individuelle Motivation betrachtet werden müssen. Im Fokus stehen somit Motivationsprozesse von Individuen, die zu nachhaltigen Verhaltensänderungen bereit sind, mit dem Ziel entsprechende Erkenntnisse für die künftige Forschung konzeptionell auszuwerten. Dies macht menschliches Verhalten zu einem wichtigen Risikofaktor in globalen Kooperationen und Kognition zu einem relevanten Merkmal. Der Forschungsansatz ist qualitativ und wie folgt strukturiert: Um die 'schwache' systemische Wirkung von Umweltpolitik verständlich zu machen, werden globale Kooperationen einleitend als System beschrieben und drei kognitive blinde Flecken identifiziert, die es zu untersuchen gilt. Eine darauf aufbauende Literaturauswertung liefert wertvolle Anhaltspunkte, erweist sich aber als zu implizit, um den Zusammenhang von Motivation, Kognition und nachhaltiger Verhaltensänderung vollständig zu beschreiben.  Die Autorin stellt daher ein eigenes Schema vor, das Motivation als Sequenz abbildet und Anknüpfungspunkte zu einem systemischen Umfeld bietet. Dies erlaubt eine neue Perspektive, um global initiierte Wissensproduktion, Lernverhalten und auf Versuch und Irrtum basierende Anpassungsprozesse zu diskutieren. Im Rahmen der Schlussfolgerungen wird ausgewertet, was die Ergebnisse für die weitere umweltpolitische Forschung bedeuten.
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