Silberfunde aus Szeged-Kiskundorozsma (Ungarn). Eine legierungstechnische Diskussion über den möglichen Zusammenhang zwischen Schmuckwaren und Münzsilber im 10. Jahrhundert

Abstract

Im Rahmen des Forschungsprojekts Reiterkrieger – Burgenbauer: die frühen Ungarn und das ‚Deutsche Reich‘ vom 9. bis zum 11. Jahrhundert wurden an Funden frühungarischer Silberwaren des 10. Jahrhunderts minimalinvasive chemische Legierungsanalysen durchgeführt. Anhand einer stichprobenartigen Gegenüberstellung von Schmucksilber aus Grab 595 und Münzen aus Grab 100 von Szeged-Kiskundorozsma wurde die Frage diskutiert, ob die untersuchten Silbermünzen dieses Fundortes ohne weitere Veränderung der Legierung zur Herstellung der dort gefundenen silbernen Beschläge zu verwenden gewesen wären. Die Analysen zeigten, dass die Mehrzahl der Münzen sich deutlich von den Beschlägen unterscheidet, jedoch eine Prägung Hugos von Provence große Ähnlichkeiten mit drei Objekten aufweist und als Ausgangsmaterial für deren Herstellung hätte dienen können.

Description

Keywords

Silberlegierungen, Frühe Ungarn, Szeged-Kiskundorozsma, Silbermünzen, Zusammensetzung, Mikro-Röntgenfluoreszenzanalyse

Dewey Decimal Classification

930 Geschichte des Altertums bis ca. 499

Citation

Greiff, S. (2016). Silberfunde aus Szeged-Kiskundorozsma (Ungarn). Eine legierungstechnische Diskussion über den möglichen Zusammenhang zwischen Schmuckwaren und Münzsilber im 10. Jahrhundert. Verborgenes Wissen. 221-240. https://doi.org/10.18452/5381