Prädiktoren des Outcomes nach Drug-Eluting-Angioplastie nach peripheren Interventionen unter besonderer Berücksichtigung der vaskulären Kalzifikation

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Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/79150
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-791502
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-20548
Dokumentart: Dissertation
Erscheinungsdatum: 2017-12-04
Originalveröffentlichung: G. Tepe, U. Beschorner, C. Ruether, I. Fischer, P. Paffinger, E. Noory, T. Zeller, Drug-Eluting balloon therapy for Femoropopliteal occlusive disease: predictors of outcome with a special emphasis on calcium. Journal of Endovascular Therapy 22:727-733.
Sprache: Deutsch
Fakultät: 4 Medizinische Fakultät
Fachbereich: Medizin
Gutachter: Tepe, Gunnar (Prof. Dr.)
Tag der mündl. Prüfung: 2017-11-10
DDC-Klassifikation: 610 - Medizin, Gesundheit
Schlagworte: Angioplastie , Verkalkung , Taxol , Oberschenkelarterie , Periphere arterielle Verschlusskrankheit
Freie Schlagwörter: medikamentenbeschichteter Ballon
Pacliatxel
DEB
DCB
drug coated balloon
Lizenz: http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_mit_pod.php?la=de http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_mit_pod.php?la=en
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Inhaltszusammenfassung:

Im Rahmen dieser Dissertation galt es der Prüfung potenzieller Variablen, die das Outcome nach medikamentenbeschichteter Ballonangioplastie in der femoropoplitealen Ebene beeinflussen. Prädiktoren ergaben sich aus anamnestischen Basisdaten der Patienten, Läsionscharakteristika und individuellen Therapiestrategien. Endpunkte stellten sowohl die Höhe des LLL nach sechs Monaten, als auch die Häufigkeit einer TLR unter besonderer Berücksichtigung der vaskulären Kalzifikation dar. Erstmalig wurden Klassifikationssysteme für Gefäßverkalkungen verwendet die einen Vorhersagewert für das Outcome nach DEB-PTA einschätzen lassen. Die Gefäßverkalkungen als wichtigster Parameter in unseren Analysen konnte sowohl in Bezug auf den LLL nach 6 Monaten als auch auf die TLR herausgearbeitet werden. So haben Patienten mit höheren LLL-Werten eine stärkere Kalzifikation, nämlich Grad 3 und 4 in beiden Kalzifikationsindizes (Vergleich A p=0,042, Vergleich C p=0,014). Eine TLR war bei insgesamt 25 Patienten notwendig, davon bei 19 Patienten bereits nach sechs Monaten. Von diesen 19 Patienten waren 13 in der Gruppe der Grad 3-4 (starken bis sehr starken) Kalzifikationen (p=0,023). Somit bedurften die Patienten mit starken Kalzifikationen der meisten Reinterventionen. Es ist eine deutliche Tendenz in Bezug auf ein höheres LLL zu erkennen, wenn Kalzifizierungen bilateral, unilateral oder gar nicht vorkommen. Ohne Verkalkungen im behandelten Gefäßabschnitt hatten die Patienten ein mittleres LLL von 0,065mm, unilaterale Verkalkungen 0,301mm und bilaterale Verkalkung von 0,684mm (p=0,072). Keinen Einfluss hatte der Grad an Reststenose nach Intervention in Bezug auf das LLL (Spearman r=-0,238). Ebenso zeigte sich kein Einfluss nach einer Dissektion, unabhängig von den Typen A- E und somit auch des Schweregrades (p=0,550). Einfluss von Vorerkrankungen und läsionsspezifische Befunde in Bezug auf den LLL nach sechs Monaten zeigten Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 (p=0,034), einer koronaren Herzerkrankung (p=0,024) oder nach vorheriger Intervention (p=0,013). Die Parameter KHK und vorherige Intervention stehen wahrscheinlich in Zusammenhang einer generalisierten, systemischen Arteriosklerose und können so als möglicher Prädiktor im Sinne eines progredienten Krankheitsverlaufes gewertet werden. Die Wirksamkeit von medikamentenbeschichteten Ballonkathetern ist essentiell abhängig von einem guten Wirkstoff-Uptake in die Gefäßwand. Eine plausible These wäre eine mögliche Blockade der Aufnahme durch stark kalzifizierte Gefäßabschnitte. Erstmals zeigte sich der Zusammenhang einer starken vaskulären Kalzifikation als Prädiktor für das Outcome nach DEB-Angioplastie. Eine Auftreten von zirkumferenter/bilateraler Kalzifikation erhöht den LLL und darüber hinaus das Risiko einer Reintervention. Die Implementierung von Klassifikationen für Gefäßverkalkungen in den klinischen Alltag ermöglicht eine Evaluierung der optimalen Therapiestrategie. So entstehend möglichweise kombinierte Interventionen aus exemplarisch DEB und Atherektomie zur Behandlung von verkalkten Läsionen oder in-stent-Restenosen.

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